Trockenfrüchte und Nüsse sind die einzige Obstfamilie, die auf Dreimonatssicht nachgibt. In den Daten bis zum 4. November 2026 liegt die mittlere Veränderung der 19 Rohstoffe mit Index bei -2,0 % in drei Monaten und -2,4 % über ein Jahr, 14 davon im Minus, 5 im Plus. Insgesamt umfasst die Familie 23 Rohstoffe, von Rosinen und Korinthen über Schalenfrüchte und Erdnüsse bis zur Mandelpaste.
Ein Großteil der Schwäche geht auf die Rosinen zurück. Flame-Trauben und Sunmuscat-Trauben fielen um 7,0 %, getrocknete Weintrauben um 6,1 %, Sultaninen um 5,5 % und Thompson-Rosinen um 4,2 %. Nur Korinthen stiegen, um 3,9 %. Eine Notiz vom 20. Oktober meldete sinkende Rosinenpreise in der Türkei, weil die neue Ernte das Angebot erhöhte, während indische und afghanische Rosinen am 24. Oktober fest notierten.
Paranüsse verzeichneten den stärksten Rückgang, -10,3 % in drei Monaten und -31,3 % im Jahresvergleich. Am 10. August wurde aus Roraima eine reichliche Ernte gemeldet, ein Bericht vom 20. Oktober beschrieb die Preise für Paranüsse in der EU als stabil. Haselnüsse verloren 7,1 % und liegen 8,5 % unter dem Vorjahr. Die türkischen Exportpreise wurden am 19. Oktober als niedriger gemeldet, begleitet von Sorgen um die Erntequalität.
Macadamianüsse gaben um 5,3 % nach. Am 3. September hieß es, die wachsenden Mengen überstiegen die Nachfrage und die Preise fielen. Mehrere Nüsse bewegen sich kaum: Walnuss -0,8 %, Cashewnüsse und Erdnüsse je -1,0 %. Auch Pekannüsse liegen in drei Monaten 1,0 % im Minus, über ein Jahr gerechnet aber 15,3 % im Plus.
Pistazien führen die Gewinner mit +5,7 % an. Eine Notiz vom 19. Oktober beschrieb das weltweite Angebot als schrumpfend und die Preise als weiterhin hoch. Pinienkerne legten um 4,8 % zu und binnen eines Jahres um 26,4 %, mehr als jeder andere Rohstoff der Familie. Ende August galten italienische Pinienkerne als zunehmend teuer und rar. Getrocknete Kokosnuss (+3,1 %) und Mandelpaste (+2,2 %) vervollständigen die Liste der Gewinner.