Im Durchschnitt bewegten sich die Zutaten wenig, darunter aber kräftig. Stand 4. November 2026 stiegen die 147 indexierten Materialien der Gruppe, von 164 gelisteten, über drei Monate im Schnitt um 0,8 % und fielen auf Jahressicht um 0,5 %. Auf Dreimonatssicht lagen 89 Materialien im Plus, 56 im Minus und 2 unverändert.
Die zehn Familien gehen deutlich auseinander. Getreide führt mit durchschnittlich +2,3 % über drei Monate, vor Saucen mit +2,1 % sowie Mehlen und Backhilfsmitteln und sonstigen Zutaten mit je +1,7 %. Zucker, Süßungsmittel und Süßstoffe kommen im Schnitt auf +1,0 %, Gesundheitszutaten, Superfoods, Tee und Kaffee auf +0,9 %. Texturierungsmittel weisen +4,7 % aus, ein Wert, der allein auf dem Texturierungsmittel Agar-Agar beruht.
Drei Familien bremsten die Gruppe. Öle und Essige treten mit 0,0 % auf der Stelle, Schokolade, Kakao, Nüsse und Honig gaben 0,3 % nach, Aromen, Zusatzstoffe und Farbstoffe fielen um 2,0 %. Auf Jahressicht ist die Spanne größer: Getreide liegt im Schnitt bei +3,2 %, während Zucker, Süßungsmittel und Süßstoffe 3,7 % und Schokolade, Kakao, Nüsse und Honig 2,8 % verloren.
Die steilsten Dreimonatsrückgänge kommen von Kartoffel und Olive. Kartoffelmehl verlor 11,6 %, natives Olivenöl extra 11,2 %, gefolgt von den Pektinen, darunter Pektin, mit -6,8 %. Die Olivenöl-Notizen beschreiben am 25. Oktober als gut gemeldete Ernten und Genossenschaften, die angesichts fallender Notierungen forderten, einen Teil der Produktion vom Markt zu nehmen.
An der Spitze gewann Rizinusöl 12,0 %, Tapiokastärke 11,5 % und Sesam 10,8 %, vor Tapiokamehl mit +9,0 %. Nur Sesam hat eine Marktnotiz: Die indischen Sesampreise sollen am 20. Oktober bei knapperem Angebot und starker Nachfrage kräftig gestiegen sein. Etwas dahinter legten Weizen und Gerste je 7,0 % zu; die Gerstennotiz meldet am 14. Oktober für England 2026 die kleinste Ernte seit mehr als einem Jahrzehnt.
Über das Jahr dominiert Kakao die Rückgänge: Kakaobutter liegt 48,7 % tiefer, Kakaomasse 39,8 %. Die kräftigsten Jahresgewinne verbuchen Rapsschrot mit +20,5 %, Hirse mit +20,3 % und Weizen mit +19,0 %.