Zucker und Süßungsmittel liegen in drei Monaten im Plus und auf Jahressicht im Minus. Stand 4. November 2026 beträgt der Familiendurchschnitt +1,0 % über drei Monate, knapp über den 0,8 % für die Zutaten insgesamt, über ein Jahr aber -3,7 %. Elf Rohstoffe stiegen in drei Monaten, dreizehn fielen: Der Zuwachs ruht also auf einer Handvoll starker Bewegungen.
Den Anstieg trugen die Weißzucker. Weißzucker, Kristallzucker, Feinzucker und Superfeinzucker legten in drei Monaten je 5,0 % zu, Karamellzucker und Karamell je 4,4 %, Rübenzucker 4,2 %. Im Jahresvergleich liegen sie alle noch tiefer, um 3,7 % bis 5,3 %.
Die Rübe spielt in den Notizen vom 2. November eine große Rolle. Am 26. Oktober hieß es, ein Rübendefizit in der EU stütze die Weißzuckerpreise und schwache Rübenerträge verknappten die Bilanz bei Rübenzucker. Am 29. Oktober wurde gemeldet, Trockenheit habe die Rübenerträge in Seine-et-Marne stark gesenkt, und am 30. Oktober wurde europäischer Weißzucker als schwächer beschrieben, während eine neue Verarbeitungskampagne lief.
Rohrzucker bewegte sich in die Gegenrichtung. Rohrzucker gab in drei Monaten um 0,6 % nach, brauner Zucker, Rohrzucker (Cassonade) und Vergeoise-Zucker um 1,4 %. Laut den Rohrzuckernotizen stiegen die brasilianischen Zuckerpreise am 29. Oktober, nachdem eine geringere Rohrvermahlung gemeldet worden war. Die Rohrzuckernotiz erwähnt zudem eine erneute Schwäche aus Sorge über Verkäufe brasilianischer Exporteure.
Dextrose und Glucose drücken auf den Jahreswert. Dextrose liegt 10,3 % unter dem Vorjahr, mehr als jeder andere Rohstoff der Familie über zwölf Monate, Glucose 7,8 %. Traubensirup verzeichnet mit -4,0 % den stärksten Dreimonatsrückgang, liegt aber 3,5 % über dem Vorjahr. Ahornsirup legte um 1,0 % zu. Laut Notiz wurde die strategische Reserve Québecs am 27. Oktober als erschöpft oder nahezu leer beschrieben.