Süße Feinkost ist die festeste der drei Feinkostfamilien. Stand 4. November 2026 stiegen ihre Rohstoffe mit Index in drei Monaten im Schnitt um 1,6 % und binnen eines Jahres um 4,0 %, sieben legten zu, drei gaben nach. Der Jahreswert liegt damit klar über dem Durchschnitt von 2,0 % für die Feinkost insgesamt. Die Familie umfasst 11 Rohstoffe, von Gebäck und Teigen über Dekormassen bis zu Apfelkompott und Eis.
Waffeln führten das Quartal mit +3,8 % an, bei +2,2 % auf Jahressicht, und sind damit der zweitstärkste Gewinner der gesamten Feinkost. Die Preise für Cookies und Spekulatius kletterten jeweils um 3,3 % und liegen 3,5 % über dem Vorjahr. Backmischungen für Gebäck und Cookieteig stiegen in drei Monaten um 2,6 %, über zwölf Monate aber nur um 0,5 %.
Die Dekorgrundlagen bewegten sich im Gleichschritt: Zuckerpaste (Schneeweiß) und Patisserie-Fondant legten im Quartal je 2,2 % zu und sind auf Jahressicht mit +0,3 % nahezu unverändert, die kleinste Jahresveränderung unter den Gewinnern der Familie.
Die drei Verlierer erzählen eine andere Geschichte. Apfelkompott für den Lebensmittelhandel und Apfelkompott für Backwaren gaben in drei Monaten je um 1,8 % nach, liegen aber jeweils 14,4 % über dem Vorjahresniveau, mit Abstand der größte Jahresanstieg der Familie. Die beiden Kompotte tragen den Großteil des Jahresdurchschnitts von 4,0 %. Eis verlor im Quartal 0,6 % und über das Jahr 0,1 %.
Die Notiz zu Eis bündelt Branchenmeldungen bis zum 2. November und nennt keine Preise. Am 19. August meldete die Europäische Kommission, dass die Eisproduktion in der EU 2025 gewachsen sei. Am 29. Oktober berichtete die Magnum Ice Cream Company mit Sitz in Amsterdam von kräftigem Mengenwachstum in Europa im dritten Quartal, und am 21. Oktober wurden höhere Eisexporte aus der Region Moskau gemeldet.