Molke und Milchpulver setzen diese Familie deutlich von der übrigen Gruppe Molkerei ab. Zum 4. November 2026 lagen acht ihrer neun indexierten Materialien über drei Monate höher, bei einer mittleren Bewegung von +9,1 %; der Jahresdurchschnitt betrug +23,7 %. Die Familie umfasst zehn Materialien, von Trinkmilch und Pulvern bis zu Laktose, Molke und Milchproteinen.
Molkenprotein liegt mit +27,6 % in drei Monaten und +91,7 % über ein Jahr klar vorn. Eine Notiz vom 17. Oktober berichtete von stark steigenden Molkenproteinpreisen in Europa, bei Nachfrage aus Sporternährung, Joghurt, Säuglingsnahrung und von GLP-1-Anwendern. Am 20. Oktober hieß es, knappes Angebot und Produktionsstörungen stützten die Molkenpreise in den USA.
Kuhmolke gewann 6,7 % in drei Monaten und 64,9 % über ein Jahr; ihre Notiz meldet zum 10. August stark steigende Molkenpreise am europäischen Markt. Laktose stieg um 7,1 %, auf Jahressicht um 23,1 %. Milchprotein hat keinen öffentlichen Index, seine Notiz vom 17. Oktober beschreibt aber eine Verknappung bei Milchinhaltsstoffen.
Danach folgen die Milchpulver. Magermilchpulver liegt 18,6 % über dem Stand von vor drei Monaten und 46,3 % über dem Vorjahr, Vollmilchpulver 15,0 % und 8,6 %. Der Dreimonatszuwachs von Vollmilchpulver liegt nahe an dem von Magermilchpulver, sein Jahresanstieg fällt jedoch weit kleiner aus. Für keines der beiden Pulver liegt zu diesem Zeitpunkt eine datierte Marktnotiz vor.
Trinkmilch stieg über drei Monate leicht, liegt aber noch unter dem Vorjahr: Halbfettmilch +3,5 % (-9,5 % über ein Jahr), Magermilch +2,2 % (-4,7 %) und Vollmilch +1,8 % (-8,6 %). Berichten zufolge lagen die EU-Erzeugerpreise für Milch im August unter dem Vorjahr, bei höheren Anlieferungen von Januar bis August. Pflanzliche Milchalternativen sind mit -0,2 % der einzige Rückgang der Familie.