Verpackung verteuert sich schleichend, nicht sprunghaft. Stand 4. November 2026 liegen die 153 Materialien der Gruppe, allesamt mit Index, über drei Monate im Schnitt 0,4 % und auf Jahressicht 5,7 % im Plus. Der Anstieg ist breit angelegt: 111 Materialien legten im Quartal zu, 38 gaben nach und 4 blieben unverändert.
Folien fallen in beide Richtungen auf. Schrumpffolie ist mit -2,8 % der stärkste Verlierer über drei Monate, gefolgt von Lebensmittelfolie mit -2,4 % und flexiblen Folien & Verpackungen mit -2,0 %. Über zwölf Monate stehen Folien dagegen weit oben: Stretchfolie liegt 20,9 % höher und wird nur von Luftkissen mit +21,6 % übertroffen.
Die kräftigsten Zuwächse über drei Monate kommen aus Papier und Verschlüssen: Kraftpapier und Papierfüllmaterial stiegen beide um 2,3 %, Kapseln um 2,2 %. Am Ende der Jahrestabelle stehen PP-Gewebesäcke mit -4,8 % und Schürzen mit -3,7 %.
Transport & Ladungssicherung ist über drei Monate mit +0,9 % die festeste Familie, vor Einwegartikeln für die Gastronomie mit +0,7 %, Papier & Karton und Glas mit je +0,6 % sowie Metall mit +0,5 %. Holz sowie Verschlüsse & Dosierung legten 0,4 % zu, Etiketten, Bänder & Klebstoffe 0,3 %, Verbundwerkstoffe & Mehrschicht 0,2 %, Textil & Gewebe sowie Schutz & Polsterung 0,1 %. Kunststoff blieb im Schnitt unverändert.
Auf Jahressicht führt Schutz & Polsterung mit +11,2 %, vor Kunststoff mit +10,1 % und Transport mit +9,8 %. Am ruhigsten sind Glas mit +1,3 % und Papier & Karton mit +2,0 %. Die Gruppe reicht von Karton, Wellpappe und Faltschachteln über Kunststoffschalen, -flaschen und -folien, Glas, Metalldosen und Folien aus Metall bis zu Paletten, Holzkisten, Gewebesäcken, Laminaten, Verschlüssen, Etiketten und Klebebändern, Füllmaterial und Gastronomie-Einwegartikeln.
Die Marktnotiz zu Kunststofffolie vom 2. November verweist für den 28. Oktober auf größere Unsicherheit bei Polymerpreisen und führt sie auf geopolitische Spannungen und Lieferstörungen zurück. Die Notiz zur amerikanischen Kartonbox vom selben Tag verzeichnet für den 21. Oktober teurere Fracht und Diesel zur Hochphase der Einkäufe. Laut der Notiz zur Getränkedose löste die Midwest Premium, die die Dosenkosten erhöht haben soll, am 24. August die Forderung nach einer Untersuchung durch den US-Kongress aus.