Verarbeitete Fleischprodukte haben sich kaum bewegt: Die neun Materialien mit Index lagen zum 4. November 2026 im Mittel bei -0,2 % über drei Monate und bei -1,2 % über ein Jahr, fünf davon im Plus, vier im Minus. Die elf Materialien der Familie reichen von Roh- und Kochschinken über Würste und Fette bis zu gekochtem Schneckenfleisch; zwei davon haben keinen Index.
Die Zuwächse fielen klein aus, mit einer Ausnahme: Gekochtes Schneckenfleisch stieg in drei Monaten um 5,1 % und binnen eines Jahres um 8,8 %. Schmalz legte um 2,8 % zu, auf Jahressicht um 2,1 %. Schweinswurst, Chorizo und Salami blieben mit +0,2 % bis +0,3 % nahezu unverändert.
Am deutlichsten gab Rohschinken nach, mit -3,5 % über drei Monate und -7,8 % im Jahresvergleich. Lardons und Pancetta verloren im Quartal jeweils 2,5 % und liegen 4,8 % unter dem Vorjahr. Kochschinken gab um 1,7 % nach, über zwölf Monate um 2,2 %.
Die Marktnotiz zu Schinken, die bis zum 2. November reicht, berichtet von Preissenkungen im Einzelhandel Anfang Oktober. Am 7. Oktober kündigte NORMA in Fürth dauerhaft niedrigere Preise für Wurst- und Schinkenprodukte an, Lidl am selben Tag bundesweite Senkungen für seine Eigenmarke Dulano. Aldi zog am 9. Oktober mit dauerhaften Preisreduzierungen nach.
Laut der Notiz zu Schmalz, die bis zum 5. Oktober reicht, fielen die ukrainischen Schmalzpreise am 25. Juli weiter, und bis zum 21. August hatte die Ukraine ihre Einfuhren von Schmalz und tierischen Fetten erhöht. Der Notiz zu Schweinswurst zufolge wurde am 13. Oktober berichtet, dass strengere EU-Regeln für Räucherwaren die Hersteller der Andouille de Guémené in der Bretagne in ihrer Existenz bedrohen.
Für Geflügelwurst und Rindfleisch-Effiloché gibt es keinen Index. Bei Geflügelwurst verzeichnen die Notizen im Oktober mehrere Salmonellen-Rückrufe in Frankreich, darunter rohe Geflügelwürste der Marke Medina am 20. Oktober und frische Entenwürste von Fontalbat Mazars am 30. Oktober.