Die Fleischpreise bröckelten im Quartal leicht ab. Stand 4. November 2026 lagen die 80 indexierten Fleischmaterialien über drei Monate im Schnitt bei -0,7 % und über ein Jahr bei -2,3 %. Die Verlierer überwogen mit 45 zu 33, 2 blieben unverändert. Die Gruppe umfasst 86 Materialien aus den Bereichen Fleisch vom Metzger, Geflügel, Wild und Kaninchen sowie verarbeitete Fleischprodukte.
Geflügel ist die schwächste Familie, mit -2,7 % über drei Monate und -2,2 % auf Jahressicht. Fleisch vom Metzger blieb mit -0,1 % nahezu unverändert, verarbeitete Fleischprodukte mit -0,2 % ebenso. Wild und Kaninchen ist als einzige Familie im Quartal im Plus, um 6,0 %, liegt aber weiterhin 4,2 % unter dem Vorjahr.
Kaninchen verbuchte mit +20,7 % über drei Monate den größten Zuwachs der Gruppe. Rinderschaufel und Rinderschulter stiegen je um 7,9 %, liegen aber beide noch 14,8 % unter dem Vorjahresniveau. Am unteren Ende fiel Kalbsonglet um 20,8 % und Putenkeule um 16,6 %, während Hähnchenoberschenkel 13,7 % verlor.
Die in den Notizen gesammelten Meldungen deuten stellenweise auf ein knappes Tierangebot hin. Französische Schafhalter meldeten am 8. Oktober einen Mangel an Lämmern, und am 22. Oktober zogen die australischen Preise für Lamm kräftig an, während der Schafbestand des Landes auf ein historisches Tief sank.
Rind insgesamt legte über drei Monate 0,4 % zu, liegt aber auf Jahressicht 5,2 % tiefer. Die zugehörige Notiz meldet für den 11. Oktober die vierte Woche in Folge steigende Preise für Schlachtrinder bester Qualität in Großbritannien, bei begrenztem Angebot.
Die Nachrichten zu Schwein fielen schwächer aus. Am 28. Oktober wurde berichtet, dass die EU-Schweinefleischexporte in den ersten sieben Monaten 2026 gesunken sind, und am 29. Oktober bezeichnete sich der Schweinesektor der Normandie als angeschlagen. Beim Geflügel setzte die EU am 21. Oktober Einfuhren von brasilianischem Geflügel- und Rindfleisch wegen der Einhaltung der Vorschriften zu antimikrobiellen Mitteln aus, und am 29. Oktober brannte es in einem Entenverarbeitungsbetrieb im Gers.