Süßkirsche und Aprikose führen eine Steinobstfamilie an, die genau in zwei Hälften zerfällt. Stand 4. November 2026 stiegen acht Rohstoffe mit Index in drei Monaten, acht fielen, im Mittel ergibt das +3,2 %. Auf Jahressicht liegt die Familie im Schnitt 9,7 % im Minus, der schwächste Jahreswert unter den Obstfamilien. Von ihren 17 Rohstoffen hat nur die Schwarzkirsche keinen öffentlichen Index.
Süßkirschen legten in drei Monaten um 22,2 % zu und im Jahresvergleich um 3,5 %, Aprikosen um 19,7 % und 10,8 %. Die Marktnotizen zur Aprikose betreffen getrocknete Aprikosen aus der Türkei: Am 15. Oktober wurde die Ernte als reichlich und die Stimmung als schwach beschrieben, am 22. Oktober lagen die Preise FCA Europa niedriger, FOB Malatya dagegen stabil.
Alle Pfirsichpositionen zogen in drei Monaten an, und alle liegen deutlich unter dem Vorjahr: Weinbergpfirsich +12,5 % (-9,1 % auf Jahressicht), weißer Pfirsich +12,1 % (-11,3 %), gelber Pfirsich +5,6 % (-21,9 %) und Pfirsich +5,2 % (-21,3 %). Eine Notiz vom 27. Oktober meldete für 2026 eine geringere Pfirsichproduktion in den USA und nannte Frost sowie Schwierigkeiten in der Verarbeitung als Gründe.
Nektarinen fielen am stärksten, um 8,9 % in drei Monaten und um 19,2 % binnen eines Jahres. Laut den Marktnotizen passte Lidl am 24. August die Preise im französischen Nektarinensektor an, um den Abbau der Bestände zu unterstützen. Zwetschgen verloren 7,1 %, Mirabellen 4,6 %. In Nancy lag der Kilopreis für Mirabellen am 7. September Berichten zufolge unter dem des Vorjahres.
Die drei Sauerkirschpositionen, Sauerkirsche, Sauerkirsche Lutowska und Sauerkirsche Oblačinska, liegen in drei Monaten 1,6 % und über zwölf Monate 31,0 % im Minus. Pflaumen gaben um 1,5 % nach. Auf dem polnischen Großmarkt Bronisze wurden die Pflaumenpreise am 22. Oktober als deutlich niedriger gemeldet.
Backpflaumen und Agen-Backpflaumen legten um 1,5 % zu. Am 21. Oktober wurden die Preise für chilenische Backpflaumen in Europa bei knappem Angebot als fest beschrieben. Datteln gaben um 2,3 % nach, und am 28. Oktober hieß es, Medjool-Lieferungen nach Europa seien mehrere Wochen im Verzug.