Limetten und Clementinen tragen die Familie der Zitrusfrüchte. Nach den Zahlen zum 4. November 2026 notieren neun der elf Zitrusfrüchte mit Index höher als vor drei Monaten, und die mittlere Bewegung der Familie beträgt +7,2 % über drei Monate und +3,5 % über ein Jahr. Nur die Zitrone und die Bitterorange (Bigarade) liegen im Minus. Die Bergamotte, das zwölfte Material, hat keinen öffentlichen Index.
Clementinen legten mit +28,2 % in drei Monaten und +13,2 % auf Jahressicht am stärksten zu. Ein spanischer Marktbericht vom 16. Oktober beschrieb einen verhaltenen Start der Saison für Mandarinen, Clementinen und Orangen, mit zurückhaltenden Käufen auf dem Feld und durch die großen Handelsketten, während die Saison der Südhalbkugel mit unterdurchschnittlichen Mengen zu Ende ging.
Limetten gewannen in drei Monaten 21,4 % und binnen eines Jahres 73,8 %, die mit Abstand größte Jahresbewegung unter den Zitrusfrüchten. Meldungen vom 22. Oktober beschrieben den europäischen Limettenmarkt als knapp versorgt, mit Preisen auf historisch hohem Niveau und rückläufigen brasilianischen Exporten nach Europa. Schon am 21. September lagen die Anlieferungen in Europa Berichten zufolge weit unter dem üblichen Niveau.
Alle Grapefruit- und Pampelmusenpositionen stiegen über drei Monate: rote Grapefruit +10,9 %, Pampelmuse +7,4 %, rosa Grapefruit +6,8 % und weiße Grapefruit +5,1 %. Über ein Jahr liegt nur die rote Grapefruit im Plus, mit +3,1 %. Ein spanischer Kampagnenbericht vom 29. Oktober meldete türkische Ware, die mit größerer Ernte und niedrigen Preisen nach Europa kommt und die Preise für Zitronen und Grapefruits unter Druck setzt.
Zitronen fielen in drei Monaten um 5,0 % und binnen eines Jahres um 10,7 %. Am 8. Oktober standen die Zitronenpreise auf großen deutschen Großmärkten Berichten zufolge unter Druck, bei wachsenden Mengen aus Spanien, Italien und der Türkei. Die Bitterorange gab um 2,9 % nach. Orangen legten um 5,1 % zu, während Mandarinen (+0,6 %) und Tangerinen (+1,3 %) sich kaum bewegten.
Zur Bergamotte meldete eine Notiz vom 18. August, dass die Dürre einen großen Teil der italienischen Erzeugung gefährde.