Über zwölf Monate laufen die beiden Hälften dieser Familie in entgegengesetzte Richtungen. Stand 4. November 2026 liegt Kakaobutter 48,7 % unter dem Vorjahr und Kakaomasse 39,8 %, während die meisten Honige um 10,8 % zulegten. Auf Dreimonatssicht ist das Bild deutlich ruhiger: Die Familie kommt im Schnitt auf -0,3 %, obwohl die Gewinner (zwanzig) die Verlierer (elf) überwiegen.
Kakao selbst hat sich im Quartal kaum bewegt. Kakao liegt 0,2 % höher, Kakaobohnen 0,4 %, Kakaobutter 0,6 % und Kakaomasse 2,8 %, der beste Dreimonatswert der Familie. Die Kakaonotiz vom 2. November berichtet von fallenden Preisen am 23. Oktober bei steigenden ICE-Beständen und höheren Exporten aus Nigeria, und erneut am 28. Oktober nach einem Bericht über Instabilität im ghanaischen Kakaosektor.
Schokolade ist schwächer. Schokolade fiel in drei Monaten um 2,1 % und auf Jahressicht um 12,0 %, Zartbitterschokolade um 2,0 % und 13,8 %, Kuvertüre um 0,8 % und 30,0 %. Die Ausnahme ist weiße Schokolade mit +1,5 % in drei Monaten, auch wenn sie 16,9 % unter dem Vorjahr liegt. Laut den Schokoladennotizen stiegen die Ladenpreise in Polen im September, während die Kakaokurse an der Börse unter dem Vorjahresniveau lagen.
Beim Honig sind die Jahresgewinne breit gestreut. Waldhonig, Berghonig, Thymhonig und die meisten anderen Sortenhonige zeigen +0,5 % in drei Monaten und +10,8 % im Jahresvergleich. Ausnahmen sind Blütenhonig mit -6,2 % in drei Monaten, dem stärksten Rückgang der Familie, und Honig mit -3,7 %. Beide liegen auf Jahressicht weiterhin höher, um 8,8 % und 8,9 %.
Laut den Honignotizen stiegen die EU-Importe von Honig aus dem Mercosur zwischen Mai und Juli kräftig und überschritten das erste zollfreie Kontingent im Rahmen des Handelsabkommens, Imker mahnten zur Wachsamkeit. Am 28. Oktober wurde die Ernte in Galicien als katastrophal beschrieben, so die Notiz zum Blütenhonig, als Gründe wurden Trockenheit und die Asiatische Hornisse genannt.
Außerhalb von Kakao und Honig legten verarbeitete Schalenfrüchte in drei Monaten um 0,8 % und binnen eines Jahres um 2,9 % zu. Am 19. Oktober wurden die türkischen Haselnusspreise als schwach gemeldet, bei steigenden Angebotsrisiken. Erdnussbutter gab um 0,9 % nach, Brotaufstrich stieg um 1,5 %.