Grünes Gemüse legte in den drei Monaten bis zum 4. November 2026 ausnahmslos zu: Alle sechs Materialien mit Index notieren höher, im Schnitt um 7,2 %, deutlich vor den 4,1 % der Gruppe Gemüse. Das Jahresplus beträgt 12,5 %. Die Familie umfasst sieben Materialien, nämlich Kopfsalat, Rucola, Feldsalat, Spinat, grüne Bohnen, Flageolet-Bohnen und Chicorée, sechs davon mit Dreimonatsindex.
Rucola führt mit +15,0 % über drei Monate und +15,8 % auf Jahressicht. Grüne Bohnen folgen mit +11,8 % und weisen mit 27,5 % den größten Jahresanstieg der Familie auf. Bretonische Erzeuger grüner Bohnen nannten das Dürrejahr am 7. August katastrophal, verwiesen auf steigende Kosten und forderten die großen Handelsketten auf, die Preise zu überdenken.
Kopfsalat legte in drei Monaten um 6,6 % zu und binnen eines Jahres um 25,5 %. Laut den Marktnotizen begannen die Salatpreise in Mittel- und Süditalien am 12. Oktober zu fallen, als die Blattgemüseproduktion bei milderem Oktoberwetter wieder anlief. In Singapur störte regionaler Dunst am 23. Oktober die Gemüseimporte; Großhändler meldeten geringere Mengen und höhere Preise.
Spinat stieg über drei Monate um 6,2 % und liegt 7,8 % über dem Vorjahr. In Südkorea zogen die Spinatpreise nach Hitzewellen an, so Berichte vom 10. August und 22. September. In Österreich hatten am 21. Oktober mehrere Landwirte die Aussaat von Winterspinat eingestellt, und Ardo plante die Schließung seines Lebensmittelwerks.
Flageolet-Bohnen (+2,0 %) und Chicorée (+1,9 %) bewegten sich in drei Monaten wenig, Chicorée liegt aber weiter 10,1 % über dem Vorjahr. Auf dem belgischen Markt wurden die Chicoréepreise am 13. Oktober nach einem Jahr extrem niedriger Preise noch immer als dramatisch beschrieben, bei leichtem Überangebot. Für Feldsalat gibt es keinen Dreimonatswert; er liegt 2,0 % unter dem Vorjahr, der einzige Jahresrückgang der Familie.