Bei Kohlgemüse teilte sich das Feld in den drei Monaten bis zum 4. November 2026 genau in zwei Hälften: Sechs Indizes stiegen, sechs fielen, und der Familiendurchschnitt liegt bei +0,6 %, deutlich unter den 4,1 % für Gemüse insgesamt. Auf Jahressicht ist das Bild fester, mit +10,7 % für die Familie gegenüber 8,3 % für die Gruppe. Die 13 Materialien reichen von Weißkohl, Rotkohl und Wirsing bis zu Brokkoli und Kohlrabi, dazu drei Artischockenpositionen.
Artischocken sind mit +34,3 % in drei Monaten der Ausreißer. Am 22. August wurde von schweren Ausfällen in den bretonischen Artischockenkulturen berichtet, und am 2. September stiegen die Artischockenpreise in der Ukraine wegen einer schwachen Ernte. Die beiden anderen Artischockenpositionen zogen nicht mit: Artischockenherzen und Artischockenböden gaben jeweils um 1,9 % nach und liegen beide 2,9 % unter dem Vorjahr.
Unter den Kohlsorten legte Chinakohl um 7,4 % zu, Rotkohl um 6,7 %, Wirsing um 6,6 % und Weißkohl um 2,1 %. Berichte vom 22. bis 24. September führten die festen Preise für Rot- und Weißkohl auf die Marktkonsolidierung und einen trockenen Sommer zurück. Am 12. Oktober waren die polnischen Großhandelspreise für Weißkohl dennoch niedrig, zusätzlich belastet durch knappe Lagerkapazitäten und unkoordinierte Verkäufe der Erzeuger.
Brokkoli fiel am stärksten, um 16,3 %, gefolgt von Grünkohl mit -13,3 %, Kohlrabi mit -11,8 % und Blumenkohl mit -5,1 %. Alle vier liegen auf Jahressicht weiter im Plus, Blumenkohl um 15,1 %. Eine Notiz vom 7. Oktober meldete steigende Blumenkohlpreise auf dem Großmarkt Bronisze, wo niedrigere Temperaturen das Wachstum im Freiland bremsten und das Angebot verringerten.
Romanesco bewegte sich kaum (+0,9 %). Für Rosenkohl gibt es keinen Dreimonatswert, er liegt aber 25,7 % über dem Vorjahr; der niederländische Rosenkohlanbau war laut einer Meldung vom 16. September nicht von der Dürre betroffen. Im niederländischen Einzelhandel stiegen die Brokkolipreise in Kalenderwoche 42, nachdem sie in Woche 41 gefallen waren.