Nur vier der acht Pilze dieser Familie haben einen LiveQuote-Index, und zum 4. November 2026 notieren alle vier über drei Monate höher. Ihr durchschnittliches Plus beträgt 4,3 %, etwas mehr als die 4,1 % für Gemüse insgesamt. Über ein Jahr kehrt sich die Reihenfolge um: Pilze liegen 3,0 % im Plus, die übergeordnete Gruppe 8,3 %.
Austernpilze führen mit +6,5 % in drei Monaten und liegen 1,7 % über dem Vorjahr, knapp vor Shiitake mit +6,0 %, der über zwölf Monate noch 0,8 % im Minus ist. Schwarzer Holunderpilz (Mu-Err) legte um 3,7 % zu und weist mit 11,3 % den stärksten Jahresanstieg der Familie auf.
Champignons bewegten sich kaum: +1,1 % über drei Monate und -0,3 % auf Jahressicht. Die Marktnotizen beschrieben den Champignonmarkt am 29. September als schleppend. Am 14. Oktober wurde aus den USA gemeldet, dass die bakterielle Fleckenkrankheit bei weißen Champignons weit verbreitet sei; die Krankheit senkt die Erträge, verkürzt die Haltbarkeit und kann Pilze unverkäuflich machen.
Wildpilze haben keinen Index, daher bieten nur die datierten Notizen Orientierung. Im Val-de-Ruz waren sommerliche Röhrlinge und Pfifferlinge am 26. August mangels Regen kaum zu finden. Im Médoc ließen Dürre und große Hitze die Ernten von Steinpilzen und Pfifferlingen (Girolles) einbrechen, so ein Bericht vom 23. September. In Stoumont wurden die Regeln für das Pilzesammeln, Pfifferlinge eingeschlossen, am 7. Oktober strenger.
In Polen sah es anders aus. Auf dem Markt in Dąbrowa Górnicza war am 29. September ein Überangebot an Waldpilzen zu sehen, und am 5. Oktober gehörten Pfifferlinge zu den Arten, die die Märkte in Łódź beherrschten, bei einem als reichlich beschriebenen Angebot. In der Dordogne ließ die Rückkehr des Regens laut einer Notiz vom 21. Oktober die Steinpilze (Cèpes) wieder wachsen.