Die von LiveQuote erfassten Gemüsepreise stiegen in den drei Monaten bis zum 4. November 2026 im Schnitt um 4,1 % und im Lauf des vergangenen Jahres um 8,3 %. Die Gruppe umfasst 101 Materialien, 91 davon mit Index: 61 stiegen über drei Monate, 29 fielen und eines blieb unverändert. Sie reicht von Pilzen, Kohl und Kürbissen über Wurzelgemüse bis zu Hülsenfrüchten und Chilis.
Die Durchschnitte der Familien liegen weit auseinander. Sommergemüse gewann 16,1 %, mit 20 von 22 Indizes im Plus, während Kürbisse 13,6 % verloren und alle sechs fielen. Dazwischen stiegen grünes Gemüse um 7,2 %, Stängel- und Sprossgemüse um 5,0 % mit ausnahmslos steigenden Indizes und Pilze um 4,3 %. Kohlgemüse (+0,6 %), Wurzelgemüse (-0,5 %) und Hülsenfrüchte (0,0 %) blieben im Schnitt nahezu unverändert, wobei in jeder dieser Familien einige Materialien stiegen und andere fielen.
Tomaten stehen an der Spitze der gesamten Gruppe. Tomate stieg um 57,2 %, knapp vor roter Kirschtomate mit 57,0 % und gelber Kirschtomate mit 56,5 %, dahinter folgt Zucchini mit +48,1 %. Laut den Marktnotizen meldete die Europäische Kommission in ihrem Update vom 16. Oktober einen Rekord beim durchschnittlichen EU-Tomatenpreis für September, und die italienischen Großhandelspreise für Kirschtomaten waren bis zum 14. Oktober kräftig gestiegen.
Kürbisse mussten die größten Verluste hinnehmen. Hokkaido-Kürbis fiel um 31,5 %, Kürbis um 17,2 % und Butternut um 16,8 %, wobei alle drei auf Jahressicht noch leicht im Plus liegen. Für Kürbis meldete eine Notiz vom 16. Oktober eine deutsche Rekordernte bei Bio-Ware, wobei die höhere Produktion den Preisdruck verstärkte. Daneben gaben Brokkoli um 16,3 % und Grünkohl um 13,3 % nach.
Auf Jahressicht ist das Bild fester: Acht der zehn Familien liegen höher. Knollensellerie liegt 33,5 % und Kartoffel 29,9 % im Plus. Am 22. Oktober meldeten Nachrichten nach einem sehr heißen, trockenen Sommer deutlich unterdurchschnittliche Kartoffelerträge in Europa. Hülsenfrüchte sind über zwölf Monate mit -5,7 % die schwächste Familie, mit Kichererbsen bei -15,4 % und grünen Linsen bei -10,6 %.